Sonderkonzert zum Weihejubiläum der Stiftskirche
am 1. August 2017


Rosenmüllerensemble
Arno Paduch (Wunstorf/Leipzig) -
Zink
Kristina Filthaut (Wunstorf) -
Blockflöte, Fagott
Veronika Winter -
Gesang
Martin Hofmann (Goslar) - Orgel
spielen am 1. August 2017 um 19:30 Uhr

Programm

Am dreihundertsten Jahrestag der Weihe der St. Georgskirche des Augustiner-Chorherrenstiftes Grauhof, Dienstag, den 1. August, führen Veronika Winter (Sopran), Kristina Filthaut (Fagott und Blockflöte) und Arno Paduch (Zink), Mitglieder des renommierten Johann Rosenmüller Ensembles zusammen mit Martin Hofmann (Orgel) Musik aus der Entstehungszeit der Kirche und der historischen Treutmann-Orgel von 1737 auf. Das Konzert findet um 19:30 Uhr in der Stiftskirche statt.

Im Zentrum stehen dabei Werke des Jubilars Georg Philipp Telemann, der während seiner Zeit als Schüler am Hildesheimer Gymnasium (1697 - 1701) auch die Musik an der katholischen St. Godehardkirche leitete. Von ihm sind u. a. die Kantate „Lauter Wonne, lauter Freude“ und die Blockflötensonate in C-Dur aus „Der getreue Music-Meister“ zu hören. Außerdem stehen Werke von Agostino Steffani, Johann Rosenmüller, Arcangelo Corelli und Antonio Caldara auf dem Programm, die Telemann damals in Hannover und Braunschweig kennen lernte von denen er in seiner Autobiographie von 1740 schreibt: „Die Sätze von Steffani und Rosenmüller, von Corelli und Caldara erwählte ich mir hier zu Mustern, um meine künfftige Kirchen- und Instrumental-Music darnach einzurichten.“

Auch eine virtuose Sinfonia für Zink und Orgel von Johann Daniel Berlin wird aufgeführt. Somit wird Musik erklingen, die so vor etwa 300 Jahren auch in Grauhof erklungen sein könnte. Um den prächtigen Raum der Stiftskirche auszunutzen, werden die Musiker in dem Konzert sowohl im Zusammenspiel mit der Treutmann-Orgel als auch von den Stufen vor dem Hochaltar zu hören sein. Zuvor wird aus Anlass des Weihejubiläums um 18 Uhr einen Heilige Messe gefeiert, gehalten von Pastor Schmalstieg.

Der Eintritt zu dem Konzert ist zu diesem besonderen Tag ausnahmsweise frei, es wird um eine angemessene Spende gebeten.



Über die Interpreten

Veronika Winter – Sopran

wurde in Limburg an der Lahn geboren und erhielt ihre umfassende sängerische Ausbildung an der Hochschule für Musik Heidelberg/Mannheim bei Eva-Maria Molnar sowie bei Karlheinz Jarius und Barbara Schlick. Das vorrangige Interesse von Veronika Winter gilt der Interpretation Alter Musik. Auf diesem Gebiet arbeitete sie mit verschiedenen Ensembles und Dirigenten zusammen und ist Mitglied des Ensembles Himlische Cantorey in Hamburg. Neben der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts bereichern zunehmend Kompositionen aus Klassik und Romantik ihr Repertoire. Auch für Konzerte mit zeitgenössischer Musik wird Veronika Winter immer wieder engagiert. Sie hat bei zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen mitgewirkt und ist regelmäßig Gast bei internationalen Festivals.

  
Kristina Filthaut – Fagott und Blockflöte

studierte Diplommusikpädagogik im Fach Blockflöte in Berlin und Freiburg/Br. sowie historische Fagottinstrumente an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig. Die Musikerin ist Gründungsmitglied des Johann Rosenmüller Ensembles. Mit diesem und anderen namhaften Ensembles für Alte Musik gibt sie regelmäßig Konzerte und wirkt an zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen mit. Als Pädagogin ist sie an der Musikschule Seelze tätig. Außerdem arbeitet sie als Musikredakteurin und musikpädagogische Beratung für verschiedene Verlage.

  
Arno Paduch – Zink

studierte Musikwissenschaft in Frankfurt am Main sowie Zink und Historische Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis. Er arbeitet regelmäßig mit den wichtigsten Ensembles für Alte Musik in Deutschland zusammen, konzertiert in Deutschland und dem europäischen Ausland, wirkt bei Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mit und hat mittlerweile an über 80 CD-Produktionen teilgenommen. 1992 wurde er zum Dozenten für Zink und Ensemblemusik an die Abteilung für Alte Musik der Musikhochschule in Leipzig berufen. Dort gründete er 1995 das Johann Rosenmüller Ensemble, das mittlerweile den Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit bildet. Seit 2015 ist er Intendant des Festivals Dalheimer Sommer im ehemaligen Kloster Dalheim in Lichtenau/Westfalen.

   
Martin Hofmann – Orgel

studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, an der Akademie für Alte Musik, Bremen und am renommierten New England Conservatory of Music in Boston. Er absolvierte 1987 das Kirchenmusik A-Examen und erhielt 1993 das Artist-Diploma. Martin Hofmann hatte verschiedene Kirchen­musikerstellen im norddeutschen Raum und in den USA inne und war Dozent für Orgelspiel und Improvisation an dem Institut für Kirchenmusik der Universität Greifswald und am Kirchenmusikalischen Institut in Halberstadt. Als Orgelsachverständiger war er für die Pommersche Evangelische Kirche und die Ev.-Luth. Kirche in Braunschweig tätig. Martin Hofmann ist Organist an der Stabkirche zu Hahnenklee und Betreuer der bedeutenden historischen Christoph Treutmann-Orgel von 1737 in der Stiftskirche zu Grauhof. Außerdem ist er Organist an der Paul Gerhardt-Kirche in Lautenthal, gibt viele Konzerte und erteilt Orgelunterricht. Sein Interesse gilt dem norddeutschen Repertoire der Barockzeit und besonders der Musik von Johann Sebastian Bach. 1989 gewann Martin Hofmann den internationalen César Franck Orgelwettbewerb in Toulouse. Konzerte führten ihn in viele europäische Länder und in die USA. Auch durch Rundfunk- und mehrere CD-Aufnahmen ist Martin Hofmann bekannt.

 


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